Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Angst, Angststörung, Panikattacke

Das Wort Angst stammt vom althochdeutschen Wort “angust” (= eng, beengend) ab.

Jede Person kennt die Angst aus eigener Erfahrung.

Die Angst ist ein psychisches Phänomen.

Angstgefühle in einem gewissen Umfang zu haben ist normal. Jeder Mensch entwickelt mehr oder weniger Unsicherheits- und Angstgefühle, wenn er in Situationen gerät, die für ihn ungewohnt sind und die ihn zu überfordern drohen.

Aus banalen Gründen übermäßige Ängste und einen regelrechten Angstanfall zu bekommen ist jedoch nicht normal. Es ist einsichtig, dass nach einem solchen Angstanfall – der auch als Panikattacke bezeichnet wird – Ängste entstehen, wieder in eine solche Situation zu geraten. So kommt es also zu Erwartungsängsten – zur “Angst vor der Angst” – beziehungsweise zur Angst vor der nächsten Panikattacke.

Daher vermeiden Personen, die solches erlebt haben ähnliche Situationen. Verstehbar kommt es also zu einem Vermeidungsverhalten. Angststörungen treten bevorzugt auf, wenn eine nervliche Überlastung – bzw. ein nervlicher Erschöpfungszustand besteht. Infolge der nervlichen bzw. der psychischen Überlastung hat man wenig Reserven; daher ist man labil und es kommt relativ schnell dazu, dass man in eine Überforderung gerät.

Es treten also Angststörungen häufig auf der Grundlage eines psychischen Erschöpfungszustandes bzw. auf der Grundlage einer nervlichen Überlastung auf, die oftmals schon das Ausmaß einer Depression erlangt hat.  Es gibt allerdings auch andere Ursachen, die zu krankhaften Ängsten führen. Generell sollte daher bei einer Angststörung zuerst eine psychiatrische Abklärung durchgeführt werden, bevor eine Therapie, insbesondere eine Psychotherapie begonnen wird.

Je nach der Ursache und der Entstehungsgeschichte der Angststörung kommen verschiedene Therapien zur Anwendung.

Die “Selbstbehandlung” von Ängsten mit Alkohol und Beruhigungsmitteln (Tranquilizer, Schlaftabletten) hilft zwar im ersten Moment zur Reduktion der Ängste, führt jedoch alsbald zu zusätzlichen Problemen. Alkohol schwächt die Nerven und mittel- bis längerfristig wird die Angststörung dadurch noch verstärkt.  Bei regelmäßigem und übermäßigem Konsum von diesen Mitteln besteht auch die Gefahr der Suchtentwicklung.

Als Panikattacke bezeichnet man eine plötzlich auftretende, sehr starke Angstreaktionen, bei der es nicht mehr gelingt die Angst zu kontrollieren. Die Angst überflutet gleichsam die Psyche der Person, wie eine mächtige Welle. Verstehbarerweise entwickelt eine Person, die solches erlebt hat Erwartungsängste, dass derartige Panikattacken in Zukunft wieder auftreten und es wird daher in der Regel von der betroffenen Person ein Vermeidungsverhalten entwickelt (weiteres siehe oben).

Weiteres zum Thema Angst finden Sie auch auf der Seite: Fragen / Antworten, sowie auf der Seite Hypnotherapie.

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(letzte Änderung 13.2.2015, abgelegt unter Psychiatrie, psychische Störung, Psychologie, Psychosomatik, Psychotherapie)

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